
Mehr Platz für die Jugend
Geschrieben von Raphael Weiss am 24. März 2009
Ruderclub baut in Hiltrup eine zweite Bootshalle
Von Burkhard Beintken - Münstersche Zeitung
HILTRUP | Von Investitionen in die Zukunft wird oft gesprochen, wenn etwas neu gebaut wird. Beim ehrgeizigen Projekt des Akademischen Ruderclubs zu Münster (ARC) trifft das gleich doppelt zu: Die neue Halle soll vor allem dem Nachwuchs zu Gute kommen, den Verein aber auch für die schwere Zeit des Kanalausbaus rüsten.
Etwa 40 Meter lang und 15 Meter breit soll die neue Halle werden - und damit noch ein gutes Stück größer als die vorhandene. Gebaut wird sie auf einem 1750 Quadratmeter großen Grundstück, das die Stadt dem Verein zur Verfügung stellt. "Zu einem sehr sportlichen Preis", freuen sich die Standortleiter Henner Büscher und Doro Lamann.
Im Sportamt hat man die Leistung des Ruderclubs wohl erkannt und ist darum bereit, dem Verein unter die Arme zu greifen: Zahlreiche Jugendliche werden vom ARC an den Wassersport herangeführt, der Verein unterstützt zudem die Ruderriegen der Schulen. Darum gibt die Stadt auch 62 000 Euro zum Bau der Halle hinzu - mit den Auflagen, dass die Schulen die neuen Räume nutzen dürfen und der Verein seinen Teil zum Ausbau beiträgt.
Verein unterstützt den Schulsport
Zwei Bedingungen, die der Ruderclub gerne annimmt: Die Kooperation mit den Schulen hat eine lange Tradition, Lehrer und Schüler aller weiterführenden Schulen Hiltrups sind seit langem selbstverständlich auf dem ARC-Gelände zu Hause. Und was die Eigenbeteiligung angeht, wollen die Ruderer zum einen kräftig mit anpacken, haben zum anderen einen Sponsoren gefunden, der ihnen eine nicht mehr genutzte Stahlhalle zur Verfügung stellt.
Geplant und gewünscht hat sich der Ruderclub die neue Halle in Hiltrup schon lange. Schließlich platzt die überdimensionale Bootsgarage an der Hansestraße 80 längst aus allen Nähten. Da fordert es schon ein gutes Auge und eine ausgeklügelte Logistik, um die bis zu 18 Meter langen und nicht gerade leichten Sportgeräte hinein und hinaus zu tragen.
Endlich ein eigener Kraftraum
Hinzu kommt, dass es an der Hansestraße noch keinen eigenen Kraftraum gibt. Gerade im Winter, wenn vornehmlich auf Ergometern im Trockenen gerudert wird, reißt dass das Vereinsleben schon stark auseinander. So soll in der neuen Halle neben den Bootsregalen und einem Abstellraum auch ein großer Fitness-Raum entstehen - mit großen Fenstern und Blick auf das Ruderrevier in der Alten Fahrt.
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